Kristian Kalweit ist Gründer & Geschäftsführer der EXOR PRO und seit nunmehr fast 15 Jahren Leiter der Entwicklung. Im offenen Gespräch haben wir gefragt, was ihm zu den Themen Unternehmensentwicklung, Motivation, Ansprüche an neue Mitarbeiter sowie der eigenen Person so einfällt. Das nachfolgende Interview liefert daher nicht nur spannende Antworten sondern auch einen exclusiven Blick hinter die “Geschäftsführer-Kulissen”. Viel Spaß beim Lesen!

Kristian, was macht mehr Freude? Mit Erfahrung auf dem Boden zu bleiben oder innovationshungrig nach den Sternen zu greifen?

“Freude ist es für mich, die EXOR PRO zu gleichen Teilen zu bewahren und zu gestalten. „Bewahren“ heißt, die Werte zu leben, die in unserem Unternehmen verwurzelt sind und auf die Dinge zu setzen, die sich bewährt haben. Mit „Gestalten“ meine ich, die Zukunft gestalten. Auch wir müssen uns ständig neu erfinden und auf die sich wandelnden Bedürfnisse unserer Kunden eingehen. Wir beschäftigen uns daher sehr intensiv und nachhaltig mit neuen Trends und Anforderungen an Produkte, um unseren Anwendern innovative Problemlösungen bieten zu können – ein Spagat also, den es Tag für Tag zu meistern gilt.”

Welche Rolle spielt das Thema Work-Life-Balance bei euch im Unternehmen?

“Natürlich eine sehr große! Das ist vor allem darauf zurück zu führen, dass sich in den letzten Jahren nicht nur die Anforderungen im Arbeitsleben stark verändert haben, sondern sich auch die gesellschaftlichen Werte und damit die Bedeutung von Familie und erfüllenden Lebensplänen in einem kontinuierlichen Wandel befinden. Sind also Mitarbeiter in einer unausgewogenen Lebenssituation, überträgt sich dies auf die erbrachte Leistung während der Arbeit. Logisch. Daher gilt es auf ganzer Linie präventiv zu handeln und stets einen individuellen Ausgleich zwischen Arbeits- und Privatleben zu schaffen. Dies erreichen wir beispielsweise mit der Schaffung eines harmonischen Betriebsklimas, in dem Probleme stets offen angesprochen werden können , der aktiven Fitnessförderung und der Unterstützung einer gesunden Ernährungsweise unserer Mitarbeiter. Zudem arbeiten wir alle in Gleitzeit und die EXOR PRO bietet die Möglichkeit der Arbeit in Teilzeit an.”

Welche Eigenschaften sollten neue Teammitglieder mitbringen?

„Natürlich muss derjenige oder diejenige eine gute fachliche Eignung für den jeweiligen Bereich mitbringen. Aber das ist nicht alles, denn insbesondere Teamplayer sind gefragt! Menschen, die sich gut integrieren können, respektvoll mit ihrem Umfeld umgehen und zum nachhaltigen Erfolg des Unternehmens beitragen möchten. In diesem Zusammenhang erwarten wir von unseren Mitarbeitern die Bereitschaft, sich selbstständig einzubringen und die Dinge kritisch zu hinterfragen, denn nur wer den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus wagt, kann neue Impulse zur Weiterentwicklung generieren.“

Wenn wir über Karrieremöglichkeiten sprechen, wo siehst du entscheidende Vorteile in kleinen sowie mittelständischen Unternehmen.

“Auch wenn in solchen Unternehmen weniger von Karriereleitern gesprochen werden kann, so sind die individuellen Entfaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten dennoch enorm. Gerade in kleinen Teams ist die Eigenverantwortlichkeit eines jeden Einzelnen noch viel stärker gefragt und die Unternehmensentwicklung ist – sowohl im positivem als auch im negativem Sinne – maßgeblich vom Einsatz der Mitarbeiter abhängig. Zudem profitiert man in kleineren Unternehmen von flachen Hierarchien, kurzen Entscheidungswegen und in Folge dessen von größeren Handlungsspielräumen. “

Was machst du am liebsten, um dir eine Auszeit vom Geschäftsalltag zu gönnen?

“Ich bin ein sehr aktiver und unternehmungslustiger Mensch, der gern in der Natur unterwegs ist. Sei es mit dem Mountainbike bzw. unserem Hund im direkt vor der Haustür gelegenem Thüringer Wald oder beim Tauchen… Darüber hinaus kann ich bei Spieleabenden mit Freunden gut vom Alltag abschalten.”

Was, würdest du sagen, liebst du am meisten an deinem Beruf und was gefällt dir manchmal weniger?

“So frei zu sein, d.h. seine eigenen Ideen, Kreativität und Persönlichkeit zu entfalten, ist in einer Anstellung – zumindest in dem Maße – nicht möglich. Sein eigener Chef zu sein ist eine enorme Herausforderung, die jedoch zugleich sehr lohnenswert sein kann – insofern man mit Leidenschaft dabei ist. Natürlich sollte man das Gründen nicht romantisieren. Man ist zwar sein eigener Herr, aber genau deshalb ist man auch der Einzige, der sich selbst einen Tritt verpassen kann. Man muss lernen, lästige Dinge nicht aufzuschieben und gleichzeitig nicht zu viel Zeit in der Firma zu verbringen und damit sein Privatleben zu sehr zu vernachlässigen. Überschätzungen, Fehleinschätzungen und das Ausruhen auf bereits Erreichtem sind die Tücken des Alltages, denen man sich mutig stellen muss.”

Danke für das Gespräch!